Wie wichtig ist Sonnenschutz?

Wie wichtig ist Sonnenschutz?


Sonnenschutz hat jetzt zwar nicht so viel mit Ernährung zu tun, gehört aber unbedingt zu einem gesunden Leben. Wobei Studien auch gezeigt haben, dass große Mengen Carotinoide (Beta-Carotin in Karotten, Kürbis und Süßkartoffeln, Lycopin in Tomaten) den Eigenschutz der Haut erhöhen können. Aber auch in diesem Fall muss ein hoher Sonnenschutz sein.
Ich war gerade im Urlaub in Kroatien. Was ich da gesehen habe in Bezug auf Sonnenschutz, bzw. nicht vorhandenem Sonnenschutz, hat mich doch sprachlos gemacht.
Ich habe z.B. eine Frau gesehen mit einem heftigen Sonnenbrand auf den Schultern, trotzdem hat sie sich in die pralle Mittagssonne gelegt und nur mit einigen Spritzern LSF 15 eingecremt…Und das war kein Einzelfall, wo ich hinschaute wurde höchstens LSF 30 in kleinen Tupfern vercremt.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass sich in den 80ern oft nur mit purem Olivenöl eingerieben wurde, um schön braun zu werden! Damals gab es eben noch keine Medien, die uns klargemacht hätten, wie wichtig Sonnenschutz ist. Aber bei der heutigen Informationsflut erstaunt es mich doch immer wieder, wie nachlässig einige Menschen sind.
UV-Strahlen haben viele positive Eigenschaften, wie Bildung von Vitamin D und gute Laune, werden aber auch von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als höchste Risikogruppe für Hautkrebs eingestuft. Wer ohne ausreichenden Schutz viel in der Sonne ist, riskiert aber auch vorzeitige Hautalterung, bzw. Hautschäden wie Pigmentverschiebungen (Altersflecken) und Kollagenabbau. Ein akuter Hautschaden zeigt sich durch einen Sonnenbrand, aber die meisten Schäden zeigen sich erst nach vielen Jahren. Gegen Vitamin D Mangel gibt es Supplemente, gegen Hautkrebs nicht.
Dazu muss aber nicht die Sonne bei 30 Grad vom Himmel knallen. Auch im Winter und bei bedecktem Himmel kommen schädliche UV-Strahlen durch. Darum ist Sonnenschutz das ganze Jahr ein Thema.
Sonnenstrahlung wird eingeteilt in in UV-A-und UV-B-Strahlen. UV-A-Strahlung ist langwellig und dringt in tiefere Gewebeschichten und in die Dermis (Lederhaut) ein. UV-B-Strahlung ist mittelwellig und dringt in die Epidermis (Oberhaut) ein. UV-A-Strahlen sind verantwortlich für die Hautalterung, UV-B-Strahlen für den Sonnenbrand. Dann gibt es noch die UV-C-Strahlung, die nach heutigem Wissensstand allerdings keinerlei schädliche Auswirkungen auf die Haut hat.
Um den auf dem Sonnenschutzprodukt angegebenen Schutz zu erreichen, muss eine sehr große Menge an Produkt auf die Haut gebracht werden. Um genau zu sein 2mg/cm², oder einen Teelöffel Creme für Gesicht und Hals. Das ist schon echt viel, und die benötigte Menge für den Körper wird wohl kaum jemand auftragen.
Nehme ich also von einem LSF 30 nur ein Viertel der tatsächlich benötigten Menge, habe ich auch nur ein Viertel Sonnenschutz. Aus diesem Grund nehme ich lieber ein Produkt mit hohem Faktor (50+) und bekomme so zumindest einen annehmbaren Schutz.
Mittlerweile gibt es so viele Sonnenschutzprodukte auf dem Markt, dass die Wahl gar nicht so einfach ist. Ob Mineralischer oder Chemischer hängt von persönlichen Vorlieben und dem Hautzustand ab. Da muss man sich einfach mal durch testen, denn nur ein Produkt das wirklich passt, wird auch täglich aufgetragen.

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